Aktuellste Berichte

  • Neue Theorie zu Arteriosklerose stellt bisherige Lehrmeinung in Frage
    Nicht Fette aus dem Blut, sondern Versorgungsstörungen der Arterienwand führen zu Ablagerungen in der Gefäßinnenwand und lösen Arterienverkalkung aus

    Wie entsteht Arteriosklerose? Die seit Jahrzehnten vertretene Lehrmeinung geht von einer „Verkalkung" der Arterien wie zum Beispiel der Herzkranzgefäße aus, weil sich Fette aus dem Blut an der Innenwand der Blutgefäße anlagern. Als Reaktion des Immunsystems bildet sich dort die sogenannte Plaque, die mit der Zeit das Gefäß verstopfen kann. Herzinfarkt und Schlaganfall sind die häufigsten Folgen. Der Herzchirurg Professor Dr. Axel Haverich, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), vertritt jedoch in seinem heute in der renommierten Fachzeitschrift „Circulation“ erschienenen Artikel eine ganz andere Theorie: Die Fettablagerungen kommen nicht aus dem Blut, sondern sind vielmehr Überreste abgestorbener Zellen der Gefäßwand.

  • Zentralschalter für mesenchymalen Glioblastom gefunden
    Dank einer neuartigen Datenanalyse haben Forscher des Universitätsklinikums Freiburg einen zentralen Steuermechanismus für bestimmte Hirntumore entdeckt / Möglicher Ansatz für neue Therapien

    Glioblastome sind die häufigsten Hirntumore bei Erwachsenen. Bislang sind sie schlecht behandelbar. Nun haben Forscherinnen und Forscher des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit schwedischen Kollegen herausgefunden, dass das Eiweiß-Molekül ANXA2 wie ein Hauptschalter bei der Entstehung eines bestimmten Glioblastoms, des mesenchymalen Glioblastoms, wirkt.

  • Modernste Operationsmethode bei Lebertumoren erstmals in Südbaden angewandt
    „Leber in-situ-Splitting“-Methode bei 44-jähriger Patientin erfolgreich durchgeführt / Leberchirurgie am Universitätsklinikum Freiburg wird weiterentwickelt

    Ist die Leber mit Tumoren befallen, stellt die operative Entfernung in der Regel die einzige Heilungschance dar. Allerdings konnten früher Lebermetastasen - beispielsweise durch Darmkrebs hervorgerufen - nur etwa 20 Prozent der Patienten tumorfrei operiert werden. Der neue Ärztliche Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Prof. Dr. Stefan Fichtner-Feigl, hat nun eine Operationsmethode am Universitätsklinikum Freiburg etabliert, die die Erfolgsaussichten den Tumor komplett zu entfernen deutlich anhebt. Mit der in den letzten Wochen in Freiburg erstmals durchgeführten sogenannten „Leber in-situ-Splitting“-Methode konnte eine 44-jährige Patientin erfolgreich operiert werden.

  • Herzbericht 2016: Herzchirurgie in Deutschland

    Interdisziplinäre Herzteams sichern bestmögliche Patientenversorgung; Vielfältige herzchirurgische Operationstechniken zum Wohle der Patienten; Koronare Bypass-Operation kann Lebenserwartung verbessern; Mangel an Spenderherzen führt zu neuem Rekordtief der Herztransplantationen.

  • Kompetenzzentrum für Implantate
    Forschungszentrum in Magdeburg eröffnet

    Am 12. Januar 2017 wurde im Universitätsklinikum Magdeburg das Kompetenzzentrum Orthopädie und Unfallchirurgie 4.0 eingeweiht. Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt hat die Hochschule Magdeburg-Stendal und die Orthopädische Universitätsklinik Magdeburg mit einer großzügigen Förderung unterstützt, um die Verbesserung von Implantatmaterialien in der Orthopädie und Unfallchirurgie weiterentwickeln zu können.

  • Bauchspeicheldrüsenkrebs mit immunologischen Ansätzen bekämpfen

    Der Ernst Jung-Karriere-Förderpreis für medizinische Forschung 2017 geht an die Dresdner Viszeralchirurgin Dr. med. Lena Seifert. In ihrem Projekt erarbeitet sie neue immunologische Ansätze zur verbesserten Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses an der Klinik für Viszeral-Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus.

  • Ein fast normales Leben mit der Niere des Partners
    Mehr Lebendspenden an der Universitätsklinik Frankfurt. Dank immunologischer Forschung und gezielter Vorbeugungsmaßnahmen treten immer weniger Abstoßungsreaktionen auf.

    In Deutschland beträgt die Wartezeit für eine Spenderniere durchschnittlich sieben Jahre. Es besteht ein großer Mangel an postmortal gespendeten Nieren hirntoter Patienten, auf die die Mehrzahl der Empfänger auf der Warteliste angewiesen sind. Aufklärung über die Abläufe und Fakten im Organspende- und Transplantationsbereich sind wichtig, um die Organspendebereitschaft in der Bevölkerung zu steigern. Andererseits hat die sehr erfolgreiche Lebendspende zugenommen. So ist am Universitätsklinikum Frankfurt der Anteil der Lebendspenden an allen Nieren-Transplantationen 2016 von 25 auf über 40 Prozent gestiegen.

  • Kinderchirurgen prognostizieren Pleitewelle
    Experten bieten Unterstützung für geordneten Abbau von Überkapazitäten an

    Unter der Ökonomisierung der Medizin leiden Kinderkliniken besonders. Einer Umfrage zufolge mussten rund 40 Prozent ihre Betreuungskapazitäten in 2015 wegen Personalmangels reduzieren. Jetzt schreibt eine neue Qualitäts-Richtlinie eine hohe Fachkraftquote für die Frühgeborenen-Versorgung vor.

  • Neues Kamerasystem zeigt Tumore farbig an

    Tumore zu entfernen, ist für Chirurgen ein besonders schwieriges Unterfangen. Denn die betroffenen Stellen sind vom gesunden Gewebe kaum zu unterscheiden. Das Fraunhofer IPA hat ein Kamerasystem entwickelt, das Fluoreszenz oder Farbe detektiert. Auf diese Weise kann der Chirurg die angefärbten Tumore besser sehen und gezielter behandeln.

  • HCHE-Studie: Jede dritte Bandscheiben-OP nicht leitlinienkonform
    Konservative Behandlungsmethoden werden nicht ausgeschöpft denn viele Patienten fürchten, ohne Operation ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können.

    Über die Erfahrungen der Patienten mit Bandscheiben-Operationen weiß man bislang in Deutschland nur wenig. Diese Lücke schließt eine Studie am Hamburg Center for Health Economics (HCHE), die einen besonderen Fokus darauf legt, ob vor der Operation – sofern diese nicht durch einen Notfall begründet war – konservative Behandlungsmethoden ausgeschöpft wurden.

Transparenteste Kliniken und Praxen in Deutschland und Umgebung

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